Konzertorchester vor dem Kopfbau
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Vereinsgeschichte

Die Akkordeonorchester München, welche ebenso wie das älteste Akkordeonorchester der Welt im Jahre 1927 gegründet wurde, blickt auf eine große, musikalische Geschichte mit vielen Höhepunkten und Persönlichkeiten zurück.

Seit nun fast 100 Jahren treffen sich Musikanten und Akkordeonspieler unseres Vereins, um regelmäßig gemeinsam zu musizieren und bei Konzerten aufzutreten. Das musikalische Können und der Anspruch stiegen im Laufe der Zeit immer weiter an. Anfangs fanden die Konzerte in Gaststätten statt. Im Laufe der Jahre wurden die Konzertsäle größer: Wir sind sehr stolz, in Münchens schönsten Sälen wie den Sophiensaal den Herkulessaal der Residenz und der Kongresshalle des alten Messezentrums auftreten zu können.

Was aber war der Auslöser für die Entstehung des Vereins? In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg schaffte das Akkordeon den Sprung vom Volksmusikinstrument zum Konzert- und Kulturinstrument und wurde als ernsthaftes Musikinstrument akzeptiert. Immer mehr Musikbegeisterte fanden sich in Akkordeonclubs zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Genau in diese Zeit fällt auch die Gründung unseres Vereins.

1927

Gründung eines der ältesten Akkordeonorchester der Welt

Gemeinsam mit dem bekannten Volksmusiker und Musiklehrer Franz Holzfurtner gründeten 1927 einige begeisterte Harmonikaspieler aus Neuhausen den Verein unter dem Namen „Handharmonika Club Neuhausen“. Als Probelokal diente die Gaststätte „Bauerngirgl“ in der Donnersbergerstraße. Die Gaststätte existiert noch heute unter dem Namen „Peaches“. Gespielt wurde mit der diatonischen Handharmonika und dem Akkordeon mit Klaviertasten oder Knopfgriffen. Zur Verstärkung kamen eine Bassorgel und sogar ein Streichbass hinzu. Als größtes Hemmnis erwies sich dabei, dass man bis dahin in Deutschland noch nicht die Möglichkeit kannte, auf der Handharmonika nach musikalischen Grundsätzen, ja überhaupt nach Noten zu spielen. Dies sollte sich schnell ändern.

1934

Erste Wettbewerbsteilnahmen

Der erste Beleg für die Teilnahme des Vereins an Wertungsspielen stammt aus dem Jahr 1934. In den Jahren danach folgten zahlreiche öffentliche Konzerte zum Beispiel im völlig ausverkauften Löwenbräukeller. Der Zweite Weltkrieg unterbrach das Vereinsleben und nach 1945 begann die Probetätigkeit wieder langsam und unter erschwerten Bedingungen anzulaufen. Es gab weder Noten noch Instrumente, sogar die vereinseigene Bassorgel war gestohlen worden. In dieser Zeit brachte jeder Spieler zu den Probeabenden ein Brikett mit, um den Übungsraum notdürftig zu heizen. Aufnahmen mit dem Bayerischen Rundfunk halfen dabei, den Verein finanziell über Wasser zu halten. Der Verein wurde um eine Volkstanzgruppe erweitert, was zu einer größeren musikalischen Vielfalt beitrug.

1952

Aufnahme weitere Instrumente und Umbenennung in Münchner Volksmusikverein

Da Anfang der 50er Jahre die Volksmusik in München stark in den Hintergrund gerückt war, wurde von Franz Holzfurtner das Hackbrett in den Verein eingeführt. In der Stadt gab es damals nur wenige Hackbretter, aber Holzfurtner brachte eines von einer Alm nach München mit und ließ es von einem Orgelbauer nachbauen. Somit hielt das Hackbrett schrittweise in die Münchner Musikszene Einzug. Dem Verein gesellten sich Hackbrett- und Hausmusikgruppen hinzu und der „Handharmonika Club Neuhausen“ wurde 1952 in „Münchner Volksmusikverein“ umbenannt.

1956 wurde Eugen Riß, welcher der Volksmusik und dem Verein sehr eng verbunden war, zum Vorsitzenden gewählt. Er war die maßgebende Person für die einzigartige Entwicklung des Vereins in den folgenden Jahrzehnten und sollte die Leitung für die folgenden 45 Jahre innehaben. Im Jahr 1966 verstarb Franz Holzfurtner und hinterließ eine große Lücke. Eugen Riß übernahm vorübergehend die musikalische Leitung, bis er sie vier Jahre später an Elli Burger weiterreichte. Der Verein wuchs auf mehrere Akkordeonorchester an und Konzertreisen führten die Spieler in die unterschiedlichsten Regionen Deutschlands und Europas. 1986 übernahm Josef Dichtl die musikalische Leitung des Vereins und Helga Mayer die Leitung des Jugendorchesters. Seit 2004 ist Stefan Fußeder Dirigent des Cluborchesters II. Im Januar 2014 übergab der langjährige Dirigent des Cluborchesters I Josef Dichtl den Dirigierstab ebenfalls an Stefan Fußeder weiter.

2013

Die Gegenwart des Vereins

Eine erneute Umbenennung fand 2013 in „Akkordeonorchester München e.V.“ statt. Heute gehören dem Verein drei Akkordeonorchester, sowie verschiedene kleinere Besetzungen an. Insbesondere das Cluborchester I konnte in den vergangenen Jahren bei Wertungsspielen große Erfolge erzielen. Zur festen Größe im Vereinsleben zählen die Jahreskonzerte im Herkulessaal der Residenz. Das breit gefächerte Programm in ausverkauften Konzerträumen begeistert immer wieder Besucher und auch Musikerkollegen aus ganz Deutschland. Wie in jedem Musikverein steht auch bei uns die Freude am gemeinsamen Musizieren und Zusammensein im Vordergrund. So gehören Skiausflüge, Wanderungen, Grillpartys und vieles mehr schon immer zu unserem Programm. Zusätzlich fördert der Verein musikalische Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und garantiert den Mitgliedern qualifizierten Unterricht durch enge Zusammenarbeit mit staatlich geprüften und anerkannten Musiklehrern.